Das iPhone im Auto – ein Erfahrungsbericht

6. Juni 2012 | Von | Kategorie: An Apple a day.....

Ein Satz vorweg: Wie alle Artikel läd auch dieser zum Kommentieren ein. Zustimmend, kritisch, zurückweisend - wie auch immer. Wir freuen uns über jeden Kommentar, sofern er nicht gerade aus Kommentarspam besteht.

Den (noch nicht sehr zahlreichen) Lesern dieser Familienwebsite ist bekannt, dass wir kein Auto haben, wir fahren entweder Greenwheels-Autos (stundenweise) oder wechselnde Mietwagen (tageweise), gelegentlich auch das Auto von Dieter. Daher brauchen wir eine möglichst flexible Möglichkeit, das iPhone im Auto zu verwenden.

Anforderung und Voraussetzungen

Wir verwenden das iPhone insbesondere zum Navigieren, mit der App. von Navigon haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Es hat diverse Vorteile, sein Navigationssystem mit sich herumzutragen: Es bedient sich immer gleich, die Touchbedienung ist jeder in einem Auto vorgefundenen Bedienung überlegen, die bevorzugten und letzten Ziele sowie alle Adressen in den Kontakten stehen stets zur Verfügung – und alles unabhängig davon, in welchem Auto wir sitzen. Weiterhin hat man seine eigene Musik oder Internetradio stets dabei. Abgesehen davon ist es nicht nur eine schlechte Idee, das Gerät zum Telefonieren ans Ohr zu halten, sondern zudem auch noch verboten.
Daher besitzen wir ein rotes Etui als „Auto-Set“, das derjenige mitnimmt, der mit einem Auto fahren muss, was ja nicht SO oft vorkommt. In der Regel bin ich es, der es nutzt.

Die Halterung als Basis

Ich habe mich für eine Variante von Kensington als Basis für eben dieses Auto-Set entschieden. Zwar kann man das iPhone nicht einhändig hineinstecken oder herausnehmen, aber es hat eine Menge anderer Vorteile, die Mitbewerber nicht haben, insbesondere funktioniert es auch komplett stromlos, wobei die Halterung selbst als Resonanzkörper alles, was aus dem Lautsprecher kommt, DEUTLICH verstärkt.
Beides ist insbesondere in Dieters Auto wichtig, weil es weder einen Anschluss für externe Audioquellen noch einen funktionierenden Zigarettenanzünder (als Stromquelle) hat.
Beim Set dabei sind eine „Lüftungsschlitz-Kralle“ und ein Saugnapf für die Windschutzscheibe. Ich würde nicht ausschließen, dass ich da grundsätzlich ungeschickter bin als Simone, die solche Probleme nie hatte, aber mir fällt der Saugnapf ständig runter, weshalb ich lieber die Kralle verwende. Daher habe ich Autos mit zu kleinen oder zu engen oder diagonalen Lüftungen hassen gelernt – wie sie zum Beispiel bei einigen VW- und Hyundai-Modellen zu finden sind.

Zubehör

  • Einen USB-Adapter für den Zigarettenanzünder

Den verwende ich, wenn entweder kein Anschluss für eine externe Audioquelle vorhanden ist oder lediglich ein Klinkenstecker (MB A-Klasse, einige VW-Modelle, etc.), der zur Stromversorgung nicht dienen kann. Oder der mitfahrende Sohn versorgt seinen iPod touch mit Strom – Internet hat er ja per Hotspot via iPhone.

  • Klinke-auf-Klinke-Kabel (beide Enden „männlich“)

Für die genannten Modelle, bei denen man externe Audioquellen per Klinkenstecker anschließen muss. Das hat übrigens den Nachteil, dass die Musik leiser ist, als sie aus dem Dockconnector käme. Geht aber, wenn man nicht gerade Rammstein hören will.

Es ist mir ein Rätsel, warum die nicht hinkriegen, was andere können, nämlich einen iPod/iPhone-fähigen USB-Anschluss einzubauen (BMW kann das, Citroën und andere ebenfalls). Man bekommt lediglich die Meldung, dass das Gerät nicht gelesen werden könne. Verschwörungstheoretiker würden behaupten: Damit sie teure Adapter verkaufen können.
Zur Problemlösung habe ich Autoanschluss-zu-Dockconnector-Adapter bei Audi und Mercedes gekauft. Diese dienen dazu, dass man ein entsprechendes Gerät anschließen und in die geschlossene Armlehne legen kann. Da ich aber das Gerät zwecks Navigation im Betrieb sehen muss, habe ich zusätzlich ein Dock-Connector-Verlängerungskabel. Das ist schwarz und (dank der meist schwarzen Kunststoffteile in Autos) so gut wie nicht zu sehen.
In Summe fügt sich ein iPhone in fast alle denkbaren Automodelle ein – beim einen mehr als beim anderen.

Die Luxusvariante

Das iPhone ist mit einem Kabel an USB-/Audi-/Mercedes-Anschluss angeschlossen, die Musik kommt mit sattem Klang aus der Stereoanlage des Autos, unterbrochen von den Ansagen des Navigon-App., wobei ich die zentralen iPod-Funktionen (lauter, leiser, stumm, Lied vor/ zurück) per Lenkradtasten, die anderen (Wechsel der Playlist, etc.) per Mittelkonsole steuern kann. Die Verbindung mit der Freisprechanlage funktioniert per Bluetooth, so dass ich am Lenkrad Gespräche annehmen, abweisen und beenden kann.

Der nicht so goldene Mittelweg

Wo das nicht geht, sind es zwei Kabel (USB zur Stromversorgung via Zigarettenanzünder, Klinke für den Ton),  die Musik kommt etwas leiser aus den Lautsprechern des Autos. Vom Lenkrad aus fernsteuern kann man die iPod-Funktionen natürlich nicht. Solche Autos haben auch meist keine Bluetooth-FSE, weshalb man den Resonanzkörper oder ein BT-Headset verwenden muss, mehr dazu unten.

Was fast immer funktioniert

Wenn es gar keinen Anschluss für externe Audioquellen gibt, schlägt die große Stunde der Zweitfunktion der Kensington-Halterung als Resonanzkörper. Damit hört man die Naviansagen und den Telefon-Gesprächspartner laut genug, zum Musikhören ist das aber freilich nichts. Alternativ verwendet man ein gutes BT-Headset (ich verwende dieses, weil ich ein lautes Gerät brauche (ich höre schlecht) das einen großen Akku hat) zum Telefonieren (was bei einem Smartphone nicht nur im Auto eine grundsätzlich gute Idee ist, weil man ein Telefon am Ohr nicht bedienen kann). Darüber kann man sich auch die Navigationsansagen anhören, wenn man es eh verwendet, weil der Fahrer ja eigt. der einzige ist, der die Anweisungen des Navi-Apps braucht.

Die Notlösung

Wenn es auch keinen (oder keinen funktionierenden) Zigarettenanzünder gibt, sollte man einen externen Zusatzakku verwenden. Ich verwende diese seit 2010 sehr erfolgreich. Eigentlich als Notlösung gekauft, weil das iPhone keinen Wechselakku hat, lade ich damit unterwegs eine ganze Reihe mobiler Geräte auf. Das ist viel universeller als ein iPhone-Wechselakku. Aber das nur am Rande….

Mehr in An Apple a day.....

Ein Kommentar auf "Das iPhone im Auto – ein Erfahrungsbericht"

  1. Simone sagt:

    Noch eine kleine Anmerkung von mir dazu für Leute, die zwar gern ein Navi auf dem iPhone hätten aber – so wie ich – es eigentlich nicht oft genug nutzen um sich für die zwar hervorragende, gleichwohl aber auch teure Navigon-Variante entscheiden will.

    Ich habe ein kostenloses Navi, dass mich bisher überall da hin gebracht hat, wo ich hin wollte. Sei das der Optometrist in Neuwiedenthal, oder das Weihnachtskonzert in Lübeck, oder oder oder. Es hat bei weitem nicht so eine große Anzahl von Annehmlichkeiten (läuft nicht im Hintergrund, warnt nicht vor Radarfallen etc. pp) aber für Gelegenheitsnutzer wie mich, ist es vollkommen ausreichend! Zur Verfügung gestellt wird das App vom Telefonbuchverlag und muss auch über dieses App immer gestartet werden, damit es kostenlos bleibt. Aber das nehme ich doch dann gerne in Kauf.